Pfarrverband Rottenbuch

frohe und gesegnete Ostern!

»Et resurrexit tertia die secundum Scripturas – Er ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift.« Jeden Sonntag erneuern wir mit dem Credo das Bekenntnis unseres Glaubens an die Auferstehung Christi, jenes erstaunliche Ereignis, das den Schlußstein des Christentums bildet. In der Kirche begreift man alles von diesem großen Geheimnis her, das den Lauf der Geschichte verändert hat und bei jeder Eucharistiefeier gegenwärtig wird. Es gibt jedoch eine Zeit des Kirchenjahres, in der diese zentrale Wirklichkeit des christlichen Glaubens in ihrem lehrmäßigen Reichtum und ihrer unerschöpflichen Lebenskraft den Gläubigen noch eindringlicher dargeboten wird, damit sie sie immer intensiver wiederentdecken und getreuer leben: Das ist die Osterzeit. Jedes Jahr an den heiligen drei Tagen, dem »Heiligen Triduum des gekreuzigten, gestorbenen und auferstandenen Christus«, wie der hl. Augustinus sie nennt, durchläuft die Kirche in einer Atmosphäre des Gebets und der Buße von neuem die letzten Stationen des Erdenlebens Jesu: seine Verurteilung zum Tod, den Aufstieg zum Kalvarienberg, wobei er das Kreuz trägt, seinen Opfertod für unser Heil, seine Grablegung. Am »dritten Tag« läßt die Kirche dann seine Auferstehung wieder lebendig werden: Es ist Ostern, der Übergang Jesu vom Tod zum Leben, in dem sich die alten Prophezeiungen voll erfüllen. Die ganze Liturgie der Osterzeit besingt die Gewißheit und Freude über die Auferstehung Christi.

 

Sein Ostern ist auch unser Ostern, da uns im auferstandenen Christus die Gewißheit unserer Auferstehung geschenkt wird. Die Nachricht von seiner Auferstehung von den Toten veraltet nicht, und Jesus ist immer lebendig; und lebendig ist sein Evangelium.